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Mag. Katharina Reigersberg, Redakteurin ORF-FS "Wien heute"
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Die gebürtige Wienerin (geboren am 29. Mai 1976) besuchte das Gymnasium für Studierende der Musik in der Neustiftgasse in Wien, wo sie 1995 auch maturierte. An der Universität Wien studierte sie Musik und darstellende Kunst sowie Germanistik und die Fächerkombination Psychologie- Philosophie-Pädagogik. Ihre journalistische Laufbahn startete Reigersberg als Redakteurin bei der APA. Es folgten knapp eineinhalb Jahre Mitarbeit beim ORF-Hörfunk in der Abteilung Religion. Ab November 1999 war sie als Redakteurin für ATV-Shows tätig und arbeitete auch bei der Produktion von RTL Dokusoaps mit. Seit Februar 2001 gestaltet Reigersberg aktuelle Berichte, Serien und Live-Einstiege für die ORF-Sendung „Wien heute“. |
Warum sind Sie Journalistin geworden? Weil ich unglaublich neugierig bin und es liebe, Dingen auf den Grund zu gehen.
Was gehört zu den schönsten Aufgaben im Journalismus?
... dass wir jeden Tag die Möglichkeit haben, in neue Gebiete einzutauchen, neue Menschen, neue Ansichten kennen zu lernen.
Welche Fähigkeiten muss man als Journalistin mitbringen? Neugier, Hartnäckigkeit, eine kritische Haltung, Spaß an der Arbeit
Wie kamen Sie zu Ihrem ersten Beitrag und was war das Thema? Mein erster Bericht war eine Radioreportage über einen Tierfriedhof. Gestaltet habe ich ihn im Rahmen meiner Ausbildung bei der KMA.
Wie lernt man Journalismus am besten? ... durch eine fundierte Ausbildung, hauptsächlich aber in der Praxis.
Was hat Ihnen die KMA für Ihren journalistischen Weg gebracht? ... sehr wertvolle theoretische und praktische Kenntnisse sowie die Möglichkeit, in viele Redaktionen „hinein zu schnuppern“
Was macht eine gute Journalistin aus? ... die Fähigkeit, nicht locker zu lassen, Dingen auf den Grund zu gehen, sich nicht blenden zu lassen. Ebenso ist es wichtig, auf Fragen und Themen einzugehen, die den Zuschauer/Leser interessieren, nicht aber dazu dienen, sich selbst in den Vordergrund zu spielen.
Welche Tipps können Sie Nachwuchsjournalisten geben? Ich habe immer gewusst, dass ich zum Fernsehen will und mich immer bemüht, nicht nur 100, sondern 200 Prozent zu geben. Besonders in den ersten Jahren kann nicht genug Praxis gesammelt werden. Wichtig ist, sich auf alle Herausforderungen zu „stürzen“, die sich bieten.
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Mag. Johannes Kaup, Redakteur Wissenschaft & Bildung sowie Religion ORF Hörfunk
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Geboren am 11.12.1965 in Magdeburg, lebt Johannes Kaup seit 1969 in Wien. Nach dem Studium der Philosophie und Katholischen Theologie an der Uni Wien unterrichtete er in einem Wiener Gymnasium Religion. Seit 1990 arbeitet Kaup als Sendungsgestalter im ORF-Hörfunk in den Abteilungen Religion (Producer der Sendung „Logos“) sowie Wissenschaft und Bildung (Sendungsgestalter „Radiokolleg“ und „Salzburger Nachtstudio“). Seit 1998 ist er Producer und Gesprächsleiter der monatlichen Ö1- Gesprächsreihe „Was glauben Sie?“ Neben seiner journalistischen Tätigkeit absolvierte Kaup eine Ausbildung zum Daseinsanalytiker in Zürich und Wien. |
Warum sind Sie Journalist geworden? Ich möchte aufklären, Orientierung anbieten, visionäre Persönlichkeiten und Bewegungen portraitieren und für die Entwicklung der Gesellschaft und Welt dringend nötige zukunftsfähige Ideen und Initiativen durch Information miteinander vernetzen.
Was gehört zu den schönsten Aufgaben im Journalismus? Für mich sind es Gespräche mit spannenden Persönlichkeiten, die mit überraschenden neuen Einsichten auch das eigene Leben bereichern. Weiters ist das Reisen horizonterweiternd, was aber aus Kostengründen schon selten geworden ist.
Welche Fähigkeiten und Qualitäten muss man als Journalist mitbringen?
Gute Allgemeinbildung, sprachliche und kommunikative Fähigkeiten, gleichermaßen Neugier wie Kritikfähigkeit, Zivilcourage, Schnelle Auffassungsgabe, nüchterne Analyse, Phantasie, dramaturgisches Gespür, Bereitschaft zu kontinuierlicher Weiterbildung, Spezialkenntnisse in dem Bereich, in dem er/sie vorzugsweise eingesetzt wird, Stresstoleranz.
Wie kamen Sie zu Ihrem ersten Beitrag und was war das Thema?
Mein erster Beitrag war eine sehr persönliche Reportage über den Nordirland- Konflikt, nachdem ich mich bei einer Irlandreise mit einem hochrangigen ehemaligen IRA-Kämpfer angefreundet hatte, der auf der Flucht vor der Polizei und den eigenen Leuten untertauchen musste.
Was hat Ihnen die KMA für Ihren journalistischen Weg gebracht?
Professionelle Einführung in die Grundlagen der journalistischen Arbeit, Kontakte.
Was macht einen guten Journalisten aus?
Neugier, klare analytische Auffassungsgabe, Sachkenntnis, kommunikative Fähigkeiten, Vielseitigkeit, Fairness, Mut, Unbestechlichkeit, Beharrlichkeit, Kreativität.
Welche Tipps können Sie Nachwuchsjournalisten geben? * Nicht von einem geschlossenen enger werdenden Medienmarkt entmutigen lassen * Suche dir nach Möglichkeit die Medien und die Themen aus, die dich wirklich interessieren und wo du deine spezifischen Begabungen gut entwickeln kannst * Werde journal. Spezialist/in auf mindestens einem Gebiet. Entwickle - wo möglich - einen eigenen unverwechselbaren Stil. Misstraue propagandistischen PR-Kampagnen und traue Dich falsche Machtansprüche in Frage zu stellen. Nicht resignieren oder zynisch werden - die medial darstellbare Wirklichkeit ist nicht ident mit der Realität der Welt.
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Mag. Veronika Slupetzky, Redakteurin beim
ORF Sport (Fernsehen), dzt. in Karenz
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Mag. Veronika Slupetzky wurde am 10. Mai 1979 in Wien geboren. Sie studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaften sowie eine Fächerkombination aus Theaterwissenschaften und Psychologie an der Universität Wien. Während ihrer Studienzeit sammelte sie erste Radio-Erfahrungen in der ORF Religionsabteilung und absolvierte Praktika bei diversen Medien. Seit 2000 arbeitet Veronika Slupetzky in der ORF TV-Sportredaktion als Reporterin, Gestalterin und Redakteurin für fast alle Sendungen des ORF Sport. Zur Zeit ist sie aber hauptsächlich auf dem Bildschirm zu sehen: Aus ihrem erstmaligen Einsatz als Moderatorin bei den Olympischen Winterspielen von Salt Lake City 2002 wurde schnell mehr. So präsentiert sie jetzt Live-Sendungen aller (Sport-)Art(en) und seit November 2003 auch den aktuellen Sport um 20 Uhr, womit ihr Jugendtraum in Erfüllung ging.
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Warum sind Sie Journalistin geworden?
Ich wollte schon immer Journalistin werden - das steht sogar schon in einem Volksschulaufsatz, in dem wir beschreiben mussten, "was wir einmal werden wollen..."! Ausschlaggebend war da wohl meine Neugier, mein Interesse an "Gott und der Welt" und auch mein sprachliches Talent.
Was gehört zu den schönsten Aufgaben im Journalismus?
Mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen, Menschen zu informieren, im Sport auch sie zu unterhalten. Im Sportjournalimus ist es auch so, dass es mich fasziniert, dass Sport fast niemanden kalt lässt. Sport interessiert Menschen jeden Alters, jeder Schicht, jeder Herkunft - so kann ich mit meiner Arbeit viele Menschen erreichen. Ich berichte über aktuelle Themen, kann Hintergrundinfos liefern, arbeite mit dem Medium Fernsehen und kann da mit Bildern viel machen und auch bewirken!
Welche Fähigkeiten muss man als Journalistin mitbringen?
Natürlich sprachliches Talent, vor allen Dingen muss man als Journalist aber flexibel und belastbar sein - es kommt fast immer alles anders, als man denkt und plant und so muss man auch unter Druck immer gute Arbeit abliefern können.
Wie kamen Sie zu Ihrem ersten Beitrag und was war das Thema?
Lange her... Im Printbereich kann ich mich zumindest gut an meine 1. veröffentlichte Glosse zu den "führerscheinfreien Mini-Autos" gleich am Beginn meiner KMA-Ausbildung in der "Kleinen Zeitung" erinnern - da war ich schon recht stolz. In meiner 1. Geschichte im Fernsehen ging´s, glaube ich, um den recht komplizierten "UEFA-Koeffizienten" im Fußball - das war wahrscheinlich gleich ein erster "Test"...
Wie lernt man Journalismus am besten?
Journalismus ist auf jeden Fall ein "learning by doing"-Job, trotzdem bin ich absolut für eine theoretische Grundausbildung. Publizistik zu studieren ist aber, entgegen der gängigen Meinung, nicht zu empfehlen - viel besser ist da eine praxisorientierte Journalismusausbildung, wie zum Beispiel die an der KMA. Da wird die Theorie gelehrt und diskutiert, dann aber sofort in die Praxis umgesetzt - Artikel werden geschrieben, bis Köpfe und Finger rauchen, und das ist gut so!
Was hat Ihnen die KMA für Ihren journalistischen Weg gebracht?
Die Ausbildung an der KMA war eine einfach sehr gute Basis für mein weiteres journalistisches Leben!
Was macht eine gute Journalistin aus?
Objektivität, Fach- und Allgemeinwissen, Charakter und einfach das gewisse "Gespür".
Welche Tipps können Sie Nachwuchsjournalisten geben?
Wenn ich danach gefragt werde, sag ich immer: Auch wenn noch so viele Menschen versuchen, dir den Beruf des/der Journalistin/en auszureden - DRANBLEIBEN! Es ist ein toller Beruf und wenn man sich sicher ist, dafür wie geschaffen zu sein, dann wird man auch seinen Weg machen! Die guten Leute schaffen es immer - zielstrebig sein, sich überall bewerben, Proben abliefern - das funktioniert.
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Mag. Martin Hehemann, Leiter "Group Marketing & Communication", UNIQA
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Martin Hehemann ist am 21.6.1964 in Osnabrück, Deutschland, geboren. Nach dem Abitur an einem Gymnasium nahe seiner Geburtsstadt begann er an der Universität Münster Geschichte und Politik- wissenschaften zu studieren. Nach dem sechsten Semester führte ihn ein geplantes Auslandsjahr nach Wien, wo er dann „hängen geblieben“ ist.
Dem Rat eines Freundes folgend, beschloss er, sich beruflich dem Journalismus zuzuwenden. Den Anfang machte – nachdem er sich „bei etwa 150 Zeitungen“ beworben hatte – ein achtwöchiges Praktikum beim Westphalen-Blatt in Bielefeld im Jahr 1989. Da er bereits in Wien lebte, stieß er zu dieser Zeit auch auf die Kurse der KMA. Nach dem Studium und der KMA-Ausbildung war Hehemann bei verschiedenen Wirtschaftsmaga- zinen in Wien, zuletzt bei der Wirtschaftswoche als Redakteur beschäftigt. Als die Wirtschaftswoche 1996 eingestellt wurde, „habe ich die Seite gewechselt und bin als Presse- sprecher zur Raiffeisen Zentralbank gegangen,“ erzählt er. Im Jahr 1999 übernahm Hehemann bei der Bank Austria zunächst die Leitung des Group Public Relations, später dann auch Werbung und Marketing. Weitere Aufgaben führten ihn nach der Übernahme der Bank Austria durch die UniCredit für drei Jahre nach Mailand, wo er für das „Global Brand Management“ zuständig war. Im Jahr 2009 verließ er die Bank und übernahm den Bereich „Corporate Communications“ von Austrian Airlines. Seit Anfang 2012 ist der bekennende Fan des britischen Fussballclubs FC Liverpool bei der Uniqa Versicherung mit der Leitung „Group Marketing & Communication“ betraut.
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Warum sind Sie Journalist bzw. Kommunikationsmanager geworden?
Ganz ehrlich? Mir ist nicht besseres eingefallen. Dazu kommt, dass ich ein sehr neugieriger Mensch bin, und es gibt kaum einen Beruf, wo man diese Neugierde so sinnvoll einsetzen, oder anders formuliert, ungeniert ausleben kann. Fragen stellen, ins Detail gehen...
Was gehört zu den schönsten Aufgaben im Journalismus und in der Kommunikationsarbeit?
Zusammenhänge recherchieren, analysieren und verständlich machen. Das gilt auch für den Bereich der Kommunikationsarbeit: Als Kommunikationsmanager hat man ja letztlich einen ganz ähnlichen Job: Fakten recherchieren und eine Botschaft klar und verständlich rüber bringen.
Welche Fähigkeiten muss man als Journalist oder Kommunikations- manager mitbringen?
Als Journalist braucht man einen wachen Geist. Und man muss eine gewisse Distanz wahren können, um unvoreingenommen an Themen heranzugehen. Man sollte sich stets selbstkritisch hinterfragen. Das gleiche gilt für die Kommunikation: Bleib selbstkritisch, hinterfrage Dich und lerne aus deinen Fehler. Nur so wirst Du wirklich gut. Und natürlich musst Du als Kommunikationsmanager mit Plan und Verstand vorgehen – nicht von Thema zu Thema hetzen, ein Feuer nach dem anderen löschen, sondern konsequent eine Gesamtstrategie umsetzen.
Wie kamen Sie zu Ihrem ersten Beitrag und was war das Thema?
Mein erster Beitrag war eine Reportage im „Zwischenboten“ der Pfarrgemeinde Holzhausen – ein verregnetes Dorf am Rande der norddeutschen Tiefebene. Dabei ging es um einen „Plattdeutschen Abend“. Dummerweise spreche ich diese Subform des Deutschen nicht, und so war das ein durchaus anspruchsvolles Unterfangen, über diesen Abend einen sinnvollen Beitrag zu liefern. Glücklicherweise hatte ich einen Dolmetscher…
Wie lernt man Journalismus am besten?
Drei Ansätze: Erstens, es braucht eine solide Ausbildung, wie sie zum Beispiel die KMA anbietet. Dann ist zweitens „learning by doing“ ganz wichtig! Lerne von Profis bei der Arbeit, schau erfahrenen Leuten über die Schulter. Und Drittens, höre nie auf zu lernen. Nie! Es ist wichtig sich ständig fragen, ob man gut war, warum etwas gut oder schlecht gelaufen ist. Wer diesen Geist hat, diese Einstellung, der wird gut.
Was hat Ihnen die KMA für Ihren persönlichen Weg gebracht?
Für mich war die KMA ein strukturierter Einstieg in den Journalismus und die Kommunikationsarbeit. Die praxisorientierte Ausbildung an der KMA hat mir eine gute Basis für meinen weiteren Werdegang gegeben.
Was macht einen guten Journalisten oder Kommunikationsmanager aus?
Er ist wach, neugierig, arbeitet gern und kann über sich lachen.
Welche Tipps können Sie Nachwuchsjournalisten geben?
Sei mutig, trau’ Dich was und höre nie auf zu lernen!
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Mag. Stefan Hauser, Leitender Redakteur bei "Radio Stephansdom"
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Geboren wurde Stefan Hauser am 15. Mai 1967 in Linz. Seine früheste Kindheit verbrachte er in Buchenau im Mühlviertel. Nach Volks- und Hauptschule absolvierte Hauser in Linz eine Polytechnische Schule und wurde Textil-Einzelhandelskaufmann. Diesen Beruf übte er bis zu seinem 29. Lebensjahr mit Freude aus.
Im Journalismus ist Hauser ein Spätberufener: Neben seinem Job, der ihm ein sicheres Standbein verschaffte, holte er die HAK-Matura nach. Medien hatten Hauser immer interessiert, besonders das Radio. Neben HAK und Beruf war für dieses journalistische Interesse allerdings stets die Zeit zu knapp.
Nach der Matura zog es Hauser auf die Universität und er übersiedelte nach Wien, wo er Politikwissenschaften und Publizistik zu studieren begann. Dadurch kam es auch zum Kontakt mit der KMA, die damals mit Plakaten am Institut für Publizistik warb. Im Jahr 1998 wurde Hauser freier Mitarbeiter beim Privat- radio 92,9 RTL, welches er nach der Aufnahme in den KMA-Studentenkurs allerdings verließ, um sich voll und ganz der Ausbildung zu widmen. Nach der Ausbildung an der KMA nahm Hauser eine Stelle beim damals gerade gegründeten Radio Stephansdom an, dem er bis heute treu geblieben ist. Derzeit ist Hauser Chefredakteur Stv. und Leiter der Wortredaktion von Radio Stephansdom und www.erzdiözese-wien.at.
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Warum sind Sie Journalist geworden?
Weil mich aktuelle Vorgänge immer schon interessiert haben, aber auch gesellschaftliche Zusammenhänge. Und ich finde, dass der Journalismus beides verbindet. Das heißt, es hat sich angeboten meine Interessen beruflich wahrzunehmen.
Was gehört zu den schönsten Aufgaben im Journalismus?
Die Abwechslung, die Bandbreite der Möglichkeiten, die man gerade in so einer kleinen Radio-Redaktion wie hier bei Radio Stephansdom hat. Bei uns gibt es ja keine eigene Wirtschaftsredaktion oder andere Ressorts und das verlangt jedem ab, ein Generalist, eine Generalistin zu sein. Und das ist finde ich schön.
Welche Fähigkeiten muss man als Journalist mitbringen?
Ich denke es schadet nicht, in den Beruf bereits eine gewisse Lebenserfahrung mitzubringen. Das hilft beim Gespür für den Umgang mit Menschen und Themen. Dazu kommt die stetige Bereitschaft dazu- zulernen und sich ein breites Spektrum an Wissen in allen Themen und gesellschaftlichen Bereichen anzueignen. So entwickelt sich im Laufe der Zeit Expertenwissen zu verschiedenen Themen. Am wichtigsten ist deshalb, hungrig auf alles zu sein.
Wie kamen Sie zu Ihrem ersten Beitrag und was war das Thema?
Mein erster Beitrag war eine Bildergeschichte über einen Pilger, der auf einem Pferd unterwegs war und in Wien Station machte. Ich war gerade Praktikant bei der Kronenzeitung und wurde auf den Heldenplatz geschickt, um den Mann zu fotografieren und ihm ein paar Fragen zu stellen. Mein erster Radiobeitrag war eine Pressekonferenz vom damaligen Finanzminister Edlinger, von der ich für 92,9 RTL berichtet habe.
Wie lernt man Journalismus am besten?
Ich glaube in einer Chronik-Redaktion, weil man sich den Breiten des Alltags dort voll stellen muss. Es ist sicher das Härteste, aus beispielsweise einem langweiligen Verkehrsstau eine spannende Geschichte zu machen und die journalistischen „W’s“ abzuhandeln. Aber ich denke, das gehört halt auch bedient. Schließlich ist kaum jemand gleich eine „Edelfeder“, auf die alle gewartet haben, sondern die meisten Einsteiger müssen die „Ochsentour“ gehen. Und dafür sollte auch die Bereitschaft vorhanden sein.
Was hat Ihnen die KMA für Ihren journalistischen Weg gebracht?
Zum einen habe ich das Handwerkszeug gelernt und zum anderen auch einen ethischen Hintergrund für den Beruf des Journalisten vermittelt bekommen. Nicht zu unterschätzen sind natürlich auch die Kontakte, die im Zuge der Ausbildung zu Vortragenden und Kollegen entstehen. Die sind später sehr wertvoll.
Was macht einen guten Journalisten aus?
Ein guter Journalist sollte Themen für Hörer, Seher oder Leser so aufbereiten, dass sie einen Mehrwert haben. Gemäß dem Schlagwort „news to use“. Dabei ist gute Recherche sehr wichtig. Der Grundsatz „Check - Re-Check - Double-Check“, also der verantwortungsvolle Umgang mit Informationen, ist essentiell. Man darf nicht gleich alles hinausposaunen, muss sich selber zurück- und nicht zu wichtig nehmen. Schließlich geht es ja nicht um einen selbst, sondern um die Menschen, über die berichtet wird.
Welche Tipps können Sie Nachwuchsjournalisten geben?
Sie sollten jede Möglichkeit nützen, die sich ergibt. Wer fleißig ist und ein bisschen Talent zeigt, bekommt auch Chancen. Mit der Zeit erarbeitet man sich Erfahrungswerte, die dann helfen.
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Verena Gleitsmann, BA, Redakteurin beim ORF Hörfunk, Ressort Außenpolitik
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Verena Gleitsmann kam am 25.08.1987 in Wien zur Welt. Nach dem Umzug ihrer Familie ins niederösterreichische Perchtoldsdorf besuchte sie dort Volksschule und Gymnasium. Schon früh entwickelte Gleitsmann Interesse an fremden Ländern, Sprachen und Lebensweisen. Im Schuljahr 2003/2004 ergriff sie die Möglichkeit, an einem Schüleraustausch nach Panama teilzunehmen.
Nach ihrer Rückkehr und der Matura begann sie am Juridicum in Wien zu studieren, zwei Jahre später wechselte Gleitsmann an die Universität Wien um Politikwissenschaft zu studieren. Vor kurzem konnte sie neben ihrer Tätigkeit als Rundfunk-Redakteurin das Bachelorstudium abschließen. Ab 2007 belegte Gleitsmann Grundkurse bei der KMA, ab 2008 absolvierte sie auch den zweijährigen Lehrgang “Beruf Journalist”.
Praktika und Volontariate machte Gleitsmann unter anderem bei der „Furche“, der Austria Presse Agentur im Ressort Außenpolitik und der „Kleinen Zeitung” in Kärnten. Nach ihrem Praktikum im Wissenschaftsressort des ORF- Hörfunks began Gleitsmann als freie Mitarbeiterin im Ressort Chronik des aktuellen Dienstes der ORF-Radios. Derzeit arbeitet Gleitsmann als Redakteurin im außenpolitischen Ressort der ORF-Radios und als Nachrichtensprecherin.
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Warum sind Sie Journalistin geworden?
Ich habe ganz plötzlich Blut geleckt, als ich eine Freundin zu einem Journalisten-Kurs begleitet habe. Ich war schon in der Schule politisch interessiert, habe Nachrichten und Zeitungen verschlungen und auch gerne selbst geschrieben. Da habe ich gemerkt, dass ich auch das selber machen will.
Was gehört zu den schönsten Aufgaben im Journalismus?
Jeden Tag warten neue Herausforderungen, neue Geschichten, neue Leute. Jeder Tag ist eine neue Herausforderung und erweitert meinen Horizont. Der Beruf ist abwechselungsreich, spannend, vielseitig und kreativ.
Welche Fähigkeiten muss man als Journalistin mitbringen?
Kommunikationsfähigkeit, ein Gefühl für Sprache, Neugier und eine kritische Haltung!
Wie kamen Sie zu Ihrem ersten Beitrag und was war das Thema?
An den tatsächlich ersten Beitrag kann ich mich nicht mehr genau erinnern. Aber eine der ersten Geschichten war eine Reportage über einen Wiener Schokoladen-Fabrikanten, der in Handarbeit Schoko-Osterhasen herstellt. Den Artikel habe ich im Rahmen der KMA-Ausbildung geschrieben. War ein nette Story - und traumhaft gute Schokolade.
Wie lernt man Journalismus am besten?
Journalismus ist zu großen Teilen ein Handwerk, dessen Regeln man erlernen kann. Der Aufbau eines Textes beispielsweise. Was muss darin vorkommen? Welche Worte verwende ich besser nicht? Das lernt man am besten in der Praxis. Alles, was darüber hinausgeht, ist auch eine Frage des Talents.
Was hat Ihnen die KMA für Ihren journalistischen Weg gebracht?
Erste Einblicke in das journalistische Handwerk, jede Menge Erfahrung, viele Kontakte aus allen Bereichen des österreichischen Journalismus.
Was macht eine gute Journalistin aus?
Ein/e gute/r Journalist/in muss Geschichten erzählen können, die hängen bleiben und die sich die Leute merken. Das klappt, wenn man einen wachen Geist hat, neugierig ist, scheinbar offensichtliche Dinge hinterfragt - und diese dann objektiv und seriös bewertet. Zumindest bei uns im aktuellen Dienst im Radio sollte man auch schnell und konzentriert arbeiten können - und sich für seine Arbeit begeistern.
Welche Tipps können Sie Nachwuchsjournalisten geben?
Immer wieder heißt es, dass es schlecht um den journalistischen Arbeitsmarkt steht. Alles nicht so wild: Sich nicht davon abschrecken lassen, weiterarbeiten, weiterschreiben, weiterlernen – nicht locker lassen.
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Die passionierte Weinviertlerin wurde am 30.11. 1986 geboren und maturierte 2005 am Gymnasium Gänserndorf. Anschließend studierte sie Politikwissenschaft an der Universität Wien sowie Sozioökonomie und Internationale Betriebswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien und der University of Western Australia. An den Wochenenden arbeitet die ausgebildete Facharbeiterin für Weinbau und Kellereitechnik im elterlichen Weinbaubetrieb mit.
Nach Praktika bei Furche, beim Universum Magazin, für das sie seit 2008 regelmäßig schreibt, bei der Kleinen Zeitung und der APA, durfte sich Gössinger über den „Förderpreis für JungjournalistInnen“ freuen, der einmal jährlich vom Österreichischen Zeitschriftenverband an ein Nachwuchstalent vergeben wird.
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Warum sind Sie Journalistin geworden?
Ich liebe das geschriebene Wort. Meine Volksschullehrerin war davon überzeugt, dass ich einmal eine berühmte Literatin werden würde, aber ich glaube, um ein Buch zu schreiben, fehlt mir die Geduld.
Was gehört zu den schönsten Aufgaben im Journalismus?
Sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen, nie genau zu wissen, was auf einen zukommt, spannende Persönlichkeiten zu treffen und jeden Tag etwas zu lernen.
Welche Fähigkeiten muss man als Journalistin mitbringen?
Neben den typischen Eigenschaften wie Begeisterungsfähigkeit für Neues, Kommunikationsbegabung und Toleranz gegenüber Stress und Kritik, erscheint mir vor allem das Fachwissen in einem Spezialgebiet wichtig.
Wie kamen Sie zu Ihrem ersten Beitrag und was war das Thema?
Das erste Mal durfte ich meinen Namen in der Wochenzeitung Die Furche lesen. Am 30.11.2006, meinem 20. Geburtstag, begann ich dort mein Redaktionspraktikum. Der Artikel handelte vom Bibelzentrum hinter dem Wiener Museumsquartier.
Wie lernt man Journalismus am besten?
Erlernen lässt sich Journalismus wohl nur bis zu einem gewissen Grad und das am besten in der Praxis.
Was hat Ihnen die KMA für Ihren journalistischen Weg gebracht?
Der KMA danke ich für ein wertvolles theoretisches Fundament, für die Möglichkeit, die Arbeit in verschiedenen Redaktionen kennenzulernen und für bleibende Freundschaften mit meinen KurskollegInnen.
Was macht eine gute Journalistin aus?
Es braucht zuerst einmal den „Riecher“ für gute Geschichten, dann Durchhaltevermögen, Mut, ethische Grundsätze, Genauigkeit für die Recherche und schließlich Kreativität sowie schreiberische Fähigkeiten um die Geschichte in eine ansprechende Form zu gießen.
Welche Tipps können Sie Nachwuchsjournalisten geben?
1. Den Beruf zu lieben. 2. Dranbleiben und durchbeißen.
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Geboren am 25. Februar 1984 in Villach. Studium der Geschichte sowie Anglistik und Amerikanistik an der Universität Graz. Im Zuge eines Erasmus-Aufenthalts an der Roehampton University London entdeckte sie ihre Leidenschaft für Journalismus. Zurück in Österreich absolvierte sie das Fächerbündel Medienwissenschaft und schrieb für verschiedene Grazer Uni-Zeitungen. Bei einem kleinen Grazer Monatsmagazin lernte sie den Redaktionsalltag kennen und begann parallel mit der journalistischen Grundausbildung der KMA in Print und Hörfunk.
Nach Volontariaten beim ORF-Hörfunk, Abteilung Religion und bei der Furche ist sie dort Redakteurin, zuständig für Innenpolitik, Gesellschaft und Bildung sowie mitwirkend in der Produktion. Derzeit absolviert sie den berufsbegleitenden Lehrgang „Journalismus crossmedial“ an der Journalistenakademie München.
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Warum sind Sie Journalistin geworden?
Schon als Jugendliche habe ich gerne Hintergrundgeschichten, Reportagen und Interviews gelesen. Am Journalismus reizt mich, selbstständig und kreativ arbeiten zu dürfen. Diese Beruf bietet sehr viel Abwechslung, man lernt unterschiedlichste Bereiche und Leute kennen. Es ist immer auch möglich, eigene Interessen einfließen zu lassen, etwa bei der Themenwahl.
Was gehört zu den schönsten Aufgaben im Journalismus?
Am liebsten mache ich Interviews. Es ist spannend, interessante Menschen zu treffen, zu denen man sonst keinen Zugang hätte. Vor kurzem habe ich etwa Karl Merkatz interviewt.
Auch der Schreibprozess selbst ist jedes Mal spannend. Aus einzelnen Puzzle-Teilen entsteht schrittweise eine runde Geschichte. Dabei finde ich es hilfreich, mit den Grafikern Bilder und Layout zu besprechen: Wenn ich das Erscheinungsbild der fertigen Seite schon vor mir habe, fällt mir der Einstieg ins Schreiben gleich leichter.
Welche Fähigkeiten muss man als Journalistin mitbringen?
Aus trockenen Fakten eine Geschichte zu erzählen, die verständlich und obendrein zu lesen ist. Ein guter Journalist muss verschiedene Perspektiven einnehmen können, je nach Medium hat er schon seine Leser „im Kopf“. Außerdem braucht man die Fähigkeit, unter Zeitdruck improvisieren zu können.
Wie kamen Sie zu Ihrem ersten Beitrag und was war das Thema?
Während eines ERASMUS-Aufenthalts in London habe ich praktische Journalismus-Kurse besucht und meine Begeisterung dafür entdeckt. Für das Web-Magazin der Uni Roehampton schrieb ich eine Geschichte zum Generationenvergleich1968 / 2008. Dafür habe ich Leute portraitiert und ihrer Eltern- Generation gegenübergestellt.
Wie lernt man Journalismus am besten?
Indem man gleich in die Praxis eintaucht. Auf der UNI habe ich gelernt, wissenschaftlich zu schreiben und diesen Stil musste ich mir erst wieder abtrainieren. Was dort als Qualitätsmerkaml galt, war im Journalismus ein Fauxpas.
Es ist schon wichtig, die journalistischen Grundregeln zu kennen. Eine gewisse sprachliche Begabung ist sicher auch unverzichtbar. Ansonsten ist vieles Übungssache. Mir hat es geholfen, von erfahrenen Journalisten Feedback zu bekommen.
Was hat Ihnen die KMA für Ihren journalistischen Weg gebracht?
Ich habe in den Kursen der KMA gelernt, Texte journalistisch aufzuarbeiten, aber auch Interviews zu führen und zu recherchieren. Auch der Vergleich und Austausch mit Kollegen hat mir sehr viel gebracht. Die Kurstage waren immer intensiv und anstrengend, aber so ist auch der Arbeitsalltag als Journalistin.
Besonders wichtig waren wohl die Kontakte zu Redaktionen, die ich mit Hilfe der KMA knüpfen konnte. Die vermittelten Volontariate sind für den Berufseinstieg unverzichtbar!
Was macht eine gute Journalistin aus?
Ich finde es wichtig, die nötige Distanz zu politischen oder wirtschaftlichen Interessen zu wahren. Dazu frage ich mich gerne: Wer will mir was warum erzählen? Außerdem braucht es einen „Riecher“ dafür, wo eine gute Geschichte lauert und was das Spannende daran ist.
Das nötige Quäntchen „Ungeniertheit“ gehört auch dazu. Manchmal ist es wichtig, hartnäckig zu sein sich auch unbeliebt zu machen und nachzuhaken. Auf der anderen Seite ist ein hohes Maß an Sensibilität erforderlich, wenn man Leute interviewt und darstellt. Die KMA hat mir ein Bewusstsein für journalistische Ethik vermittelt: Wir schreiben immer über Menschen.
Welche Tipps können Sie NachwuchsjournalisInnen geben?
Viele gut recherchierte Geschichten zu schreiben und damit eine Referenzmappe anzulegen. Gut vorbereitet zu Presse- konferenzen zu gehen imd dort mit hintergründigen Fragen aufzufallen, kann auch zu einem unverhofften Jobangebot verhelfen.
Wer schon die Möglichkeit bekommt ein Volontariat zu machen: Engagement zeigen, Themenvorschläge machen und auch ungeliebte Abend- und Wochenendtermine annehmen. Und natürlich Kontakte zu Kollegen knüpfen, wo immer es geht.
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